• Berlin
  • August 31, 2020
Zehn Tage bis zum bundesweiten Warntag 2020 am 10. September

Berlin erhält mit der neuen Version des bundeseigenen Modularen Warnsystems (MoWaS) auf den digitalen Werbeträgern von Wall ein flächendeckendes Warnmittel im Katastrophenfall. Der Live-Test wurde heute erfolgreich durchgeführt. Dies ist zugleich der Startschuss für die automatisierte Nutzung der digitalen Plakatmedien von Wall für Warnungen an die Bevölkerung im Gefahren– und Katastrophenfall.

Berlin stärkt die Sicherheitsinfrastruktur mit einem neuen Element: Das bundeseigene Warnsystem MoWaS des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), wird für den öffentlichen Raum verfügbar sein und zukünftig die Einwohner*innen Berlins auch über die digitalen Werbeträgern von Wall auf gravierende Gefahren hinweisen. Das Bundesamt, Wall und das Land Berlin haben in den letzten Monaten die Voraussetzungen für das erweiterte Katastrophenwarnsystem geschaffen. Nachdem Wall bereits im Jahr 2015 begonnen hatte, Vorläufersysteme in digitale Werbeanlagen zu integrieren, wurde seitens der federführenden Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz im Zuge der Neuvergabe der Stadtmöblierung die Integration von Warnsystemen im Jahr 2018 zum Standard erhoben.
Zunächst wurde das Warnsystem einem Live-Test unterzogen, der heute erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Der Test belegte, dass die Warnung unmittelbar und korrekt auf den Digitalen City Light Postern und Digitalen City Light Boards angezeigt wird. Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport sowie die Berliner Feuerwehr sind als Behörden grundsätzlich für die Auslösung von Warnmeldungen im Katastrophenfall verantwortlich. Die Meldungen erreichen nach der Auslösung automatisiert über eine gemeinsame Schnittstelle die digitalen Screens, wo die aktuelle Ausstrahlung von Spots unterbrochen wird. Warnmeldungen haben somit absolute Priorität. Mit der heutigen Indienststellung von MoWaS ist Berlin genau zehn Tage vor dem bundesweiten Warntag 2020 am 10. September an das bundesweite Informationssystem angeschlossen. Zum Warntag wird die Meldung des BBK auf den digitalen Werbeflächen von Wall in Berlin angezeigt werden.

Der Präsident des BBK, Christoph Unger, betonte die die gute Zusammenarbeit mit Wall. „Zwischen den Warnmultiplikatoren und dem BBK besteht eine Vereinbarung, Warnmeldungen zu veröffentlichen bzw. zu übermitteln. Wir freuen uns, dass die digitalen Stadtinformationsanlagen als direkte und für viele Menschen wahrnehmbare Warnmittel genutzt werden können. Ich danke allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit.“

Patrick Möller, Geschäftsführer Wall GmbH: „Digitale Werbeträger sind ein effektives, schnelles und vor allem unübersehbares Kommunikationsmittel im öffentlichen Raum. Sie sind geradezu prädestiniert, Aufmerksamkeit für Katastrophenwarnungen zu erzeugen, da sie viele Menschen erreichen. Wir möchten mit unserer Beteiligung einen weiteren Baustein zu einer digitalen Kommunikationsinfrastruktur in Berlin beitragen, der die Sicherheit aller Einwohner erhöht. Es freut mich besonders, dass nun die Bundeshauptstadt Teil des Netzwerkes von MoWaS ist, das wir bereits erfolgreich mit unseren digitalen Werbeträgern in Hamburg und Wiesbaden erweitert haben.“

Die Vorteile von Warnmeldungen im öffentlichen Raum liegen auf der Hand: Digitale Werbeträger als Teil der Smart City-Struktur erreichen schnell eine große Zahl an Verkehrsteilnehmern. Nicht jeder hat eine Warn-App auf dem eigenen Smartphone installiert. So schließen die digitalen City Light Poster eine kleine Lücke in der Kommunikation für den Katastrophenfall. Dies verkürzt die Vorwarnzeit erheblich und kann helfen Leben zu retten.

Über das Modulare Warnsystem (MoWaS)
In Deutschland wird durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe im Auftrag des Bundesinnenministeriums das modulare Warnsystem (MoWaS) betrieben. MoWaS ist als einheitliches Warnsystem für Zivilschutzwarnungen konzipiert und eingeführt und wird seitens der Länder auch für Warnungen im Bereich des Katastrophenschutzes genutzt. MoWaS übermittelt die Warnungen bzw. Informationen an die Bevölkerung über verschiedene Wege. Diese sind Warn-Apps, regionale Medien, überregionale Medien, lebens- und verteidigungswichtige Infrastrukturbetriebe und Unternehmen. Es bietet eine hohe Systemsicherheit, gesicherte Übertragungswege (satellitengestützt) sowie das direkte Einspielen in Warnsendungen (z. B. beim Rundfunk). Über MoWaS werden die bundeseigene Warn-App NINA (Notfall–Informations- und Nachrichten-App) und zeitgleich zudem weitere landeseigene oder kommerzielle - Warn-Apps alarmiert. Der gesetzliche Auftrag zur Warnung der Bevölkerung im Gefahrenfalle obliegt der Gemeinde (HBKG § 3).
 

Kennzahlen

Key-Facts für Wall:
 
  • Stadtmöblierer und Außenwerber in Deutschland
  • Teil von JCDecaux, der Nummer 1 der Außenwerbung weltweit
  • Größter Anbieter in Deutschland für das Format City Light Poster (CLP)
  • Leistungsstarke Außenwerbung mit mehr als 70.000 Werbeflächen an hochfrequentierten Standorten und an Transportmitteln wie Tram, Bus und U-Bahn
  • Innovative Stadtmöbel in höchster Designqualität
  • Eigenes Produktionswerk mit über 10.000 m² Produktionsfläche
  • Höchste Qualitätsstandards bei Reinigung und Wartung der Stadtmöblierung durch festangestellte Mitarbeiter
  • Deutschlandweite Vermarktungskompetenz durch WallDecaux Premium Out of Home mit fünf regionalen Verkaufsbüros in Deutschland
  • Vermarktungsportfolio in Deutschland: analoge und digitale Werbeflächen in rund 50 Städten, darunter alle Millionenstädte wie Berlin, Hamburg, München und Köln
  • Digitale Premium-Werbeflächen in Berlin, Hamburg, Köln, München, Düsseldorf, Bremen, Dortmund, Wiesbaden und Mannheim im Straßenbild sowie in 25 Berliner U-Bahnhöfen
  • Mitarbeiter: 862, Stand: 31.12.2019

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