• Berlin/Paris
  • März 11, 2021
JCDecaux SA (Euronext Paris: DEC), die Nummer eins der Außenwerbung weltweit, hat heute die Jahreszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 (Stichtag 31. Dezember) vorgelegt. Der Aufsichtsrat von JCDecaux hat bei seiner Sitzung am 10. März 2021 den geprüften Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 gebilligt. Ein Bericht mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk wird vom bestellten Wirtschaftsprüfer vorgelegt.

Die JCDecaux Gruppe wendet seit dem 1. Januar 2014 den Rechnungslegungsstandard IFRS 11 und seit dem 1. Januar 2019 den Rechnungslegungsstandard IFRS 16 an. Die im Folgenden veröffentlichten Kennzahlen sind unter Beachtung der Vorschriften der französischen Finanzaufsicht AMF bereinigt, um:
  • im Hinblick auf IFRS 11 Beteiligungen unter gemeinschaftlicher Führung weiterhin anteilig abzubilden,
  • die Auswirkungen von IFRS 16 auf Leasingverträge in unserem Kerngeschäft (Leasingvereinbarungen über Standorte von Werbeflächen ausgenommen Mietverträge für Immobilien und Fahrzeuge) auszuklammern.
Informationen zu den bereinigten Kennzahlen und Angaben zur Überleitung auf IFRS finden sich im Abschnitt "Bereinigte Kennzahlen" auf Seite 5 dieser Information.

Die Werte in den folgenden Tabellen sind auf Millionen Euro gerundet. Die Summen der gerundeten Werte und die ausgewiesenen Veränderungen können daher geringfügig von den berichteten Werten abweichen.

Jean-François Decaux, Vorstandsvorsitzender von JCDecaux, zum Jahresergebnis der Gruppe:

2020 war für JCDecaux, das weltgrößte Out-of-Home-Medienunternehmen, das schwierigste Jahr seit seiner Gründung 1964. Ursache war die Corona-Pandemie, die Regierungen und Behörden dazu zwang, in der jüngeren Geschichte beispiellose landesweite, regionale und lokale Mobilitätseinschränkungen wie Lockdowns, Ausgangssperren und die Schließung von Geschäften, Restaurants, Kinos usw. anzuordnen.

Der Umsatz der Gruppe ging um -40,6% auf 2.311,8 Millionen Euro zurück, während das organische Umsatzminus bei -38,1% lag, mit einer geringfügigen Verbesserung in der zweiten Jahreshälfte. Trotz dieses starken Umsatzrückgangs konnten wir 2020 ein positives operatives Ergebnis von 141,6 Millionen Euro verzeichnen. Dies verdankte sich den entschiedenen und sofortigen Anpassungsmaßnahmen, die von unseren mit vollem Einsatz arbeitenden Teams weltweit im Einvernehmen mit unseren Partnern ergriffen wurden. Durch strikte Konzentration auf Erhaltung der Liquidität und Kosteneinsparungen haben wir die Voraussetzungen geschaffen, um 59% dieses sehr deutlichen Umsatzrückgangs aufzufangen. Dank einer strengen Kontrolle des Bedarfs an Working Capital und gezielten Investitionen blieb unser frei verfügbarer Cash-Flow mit 161,9 Millionen Euro solide, was sich in einem Rückgang der Nettoverschuldung niederschlug, die sich zum Ende des Jahres 2020 auf 1.086,3 Millionen Euro belief.

In Anbetracht des Jahresergebnisses für 2020, mit dem wir – unter Berücksichtigung der außergewöhnlichen Belastungen durch die Corona-Pandemie – erstmals einen Verlust ausweisen, werden wir bei der kommenden Jahreshauptversammlung am 20. Mai 2021 unseren Aktionären vorschlagen, im Jahr 2021 auf eine Dividende zu verzichten.

Wir setzen unsere digitale Transformation mit einer verstärkten Durchdringung unseres Stadtmöbelsegments fort, während der Anteil der im digitalen Bereich erwirtschafteten Umsätze mittlerweile 24% des Gesamtumsatzes der Gruppe ausmacht. Auch wenn die programmatische Durchdringung zurzeit noch gering ist, sind wir sehr gut aufgestellt, um mit unserer programmatischen Handelsplattform VIOOH, die mit 20 DSPs, welche Transaktionen in 14 Ländern durchführen, die im Hinblick auf ihre Vernetzung führende Plattform ist, von dem beträchtlichen prognostizierten Wachstum zu profitieren. Während die meisten Werbesparten durch die Krise stark betroffen waren, verzeichneten wir im Lauf des vergangenen Jahres eine wachsende Nachfrage von Behörden und öffentlichen Dienstleistern danach, unsere Flächen zu nutzen und mit den Bürgern zu kommunizieren. Unser Kundenportfolio bleibt diversifiziert, wobei unser zehn größten Werbekunden für weniger als 13% des Umsatzes der Gruppe verantwortlich sind.

Wir verfolgen weiterhin einen Kurs ergänzender Übernahmen, wie bei Clear Media in China im Rahmen eines Investorenkonsortiums im März 2020 und in jüngerer Zeit bei Abri Services Media in Frankreich im Dezember 2020. Diese beiden Übernahmen in unseren beiden größten Märkten werden es JCDecaux ermöglichen, von der Erholung im Bereich Stadtmöblierung zu profitieren, unserem gewinnträchtigsten Geschäftssegment, das sich als erstes Geschäftsfeld vollständig erholen wird.

Nach der Bewertung mit 4,6 von 5 möglichen Punkten im FTSE4Good-Index von FTSE Russell und der Bestätigung des "A Leadership"-Rankings im CDP Climate-Change-Rating, hat JCDecaux im vierten Jahr in Folge die Höchstbewertung AAA im Corporate-Social-Responsibility (CSR)-Ranking der Ratingagentur Morgan Stanley Capital International (MSCI) erhalten. Im Bereich Media & Entertainment ist JCDecaux das einzige Unternehmen, dem MSCI 2020 sein höchstes Rating zugesprochen hat. Die Anerkennung unserer Nachhaltigkeitsstrategie in nicht-finanziellen Ratings unterstreicht sowohl die Exzellenz im Hinblick auf Umweltschutz, gesellschaftliches Engagement und Unternehmensführung, die seit der Gründung von JCDecaux zu unserer DNA gehört, als auch unsere kontinuierliche Selbstverpflichtung auf Transparenz gegenüber unseren Aktionären. 

Mit Blick auf das erste Quartal 2021 erwarten wir einen Rückgang des bereinigten organischen Umsatzes um etwa -40% aufgrund fortgesetzter und verschärfter Mobilitätseinschränkungen, die in einer Reihe großer Länder wie Großbritannien und Deutschland verhängt worden sind, während eine zweistellige Erholung der Werbeeinnahmen auf dem inländischen chinesischen Markt (ausgenommen Honkong) äußerst ermutigend ist. Auch wenn wir nicht damit rechnen, im Jahr 2021 unser Umsatzniveau von 2019 wieder zu erreichen, erwarten wir eine kräftige Erholung, sobald die Publikumsfrequenzen erneut Vor-Corona-Niveau erreicht haben.

In einer zunehmend fragmentierten und immer stärker digitalen Medienlandschaft gewinnen Out-of-Home und Digital-Out-of-Home weiter an Attraktivität. Als am stärksten digitalisiertes Out-of-Home Unternehmen sind wir mit unserer neuen datenbasierten programmatischen Plattform, mit der wir das Werbepublikum gezielt ansprechen können, unserem gut diversifizierten Portfolio, der Fähigkeit, neue Verträge zu gewinnen, einer soliden Unternehmensbilanz und leistungsstarken Teams weltweit gut aufgestellt, um von der wirtschaftlichen Erholung zu profitieren."


BEREINIGTE UMSÄTZE
Der bereinigte Konzernumsatz verminderte sich im Geschäftsjahr 2020 um -40.6% auf 2.311,8 Millionen Euro. Dies entspricht den Zahlen, die das Unternehmen am 28. Januar 2021 vorgelegt hat. Der bereinigte organische Umsatz ging um -38,1% zurück. Die Umsätze in den Unternehmenssegmenten Stadtmöblierung und Großflächenwerbung verminderten sich weniger stark als im Transportsegment, was besseren Publikumsfrequenzen im Fußgänger- und Autoverkehr zuzuschreiben war, die sich mit der Aufhebung von Lockdown-Maßnahmen rasch erholten. Das Transportsegment war unser am stärksten betroffener Unternehmensbereich, da der Einbruch des internationalen Luftverkehrs erhebliche Auswirkungen an den Flughäfen hatte.
Blickt man auf die geografischen Regionen, dann verbesserten sich Frankreich und das Übrige Europa in der zweiten Jahreshälfte 2020 am deutlichsten, was sich vor allem dem Stadtmöbelsegment verdankte. Im asiatisch-pazifischen Raum und insbesondere in Festlandchina verzeichneten die Geschäftssparten, die ein inländisches Publikum ansprachen, einschließlich der Flughafenterminals für Inlandsflüge im zweiten Halbjahr 2020 ebenfalls Verbesserungen, während die internationalen Luftkreuze weiterhin stark unter dem geringen internationalen Flugverkehr litten. In allen drei Geschäftssegmenten waren Nordamerika, die Übrige Welt und Großbritannien während des gesamten Jahres die am meisten betroffenen Regionen.

BEREINIGTES OPERATIVES ERGEBNIS(1)
Trotz des beispiellosen Umsatzeinbruchs blieb das bereinigte operative Ergebnis 2020 mit 141,6 Millionen Euro positiv, ein Rückgang von -82,1% gegenüber 792,2 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2019. Bezogen auf den Umsatz lag die bereinigte operative Marge bei 6,1% und damit -1.430 Basispunkte unter dem Vorjahreswert.
 20202019Veränderung 20/19
 Mio. €% vom UmsatzMio. €% vom UmsatzWert (%)Marge (BP)
Stadtmöblierung145,412,9452,326,8%-67,9%-1.390Bp
Transportmedien2,60,3%265,916,2%-99,0%-1.590Bp
Großflächenwerbung(6,3)-1,7%74,113,1%-108,5%-1.480Bp
Gesamt141,66,1%792,220,4%-82,1%-1.430Bp
Stadtmöblierung: Das bereinigte operative Ergebnis des Unternehmensbereichs Stadtmöblierung ging 2020 um -67,9% auf 145,4 Millionen Euro zurück. Bezogen auf den Umsatz verminderte sich die bereinigte operative Marge gegenüber dem Vorjahr um -1.390 Basispunkte auf 12,9%.

Transportmedien: Im Transportsegment ging das bereinigte operative Ergebnis 2020 um -99,0% auf 2,6 Millionen Euro zurück. Bezogen auf den Umsatz verminderte sich die bereinigte operative Marge gegenüber dem Vorjahr um -1.590 Basispunkte auf 0,3%.

Großflächenwerbung: Im Konzernbereich Großflächenwerbung ging das bereinigte operative Ergebnis 2020 um -108,5% auf -6,3 Millionen Euro zurück. Bezogen auf den Umsatz verminderte sich die bereinigte operative Marge gegenüber dem Vorjahr um -1.480 Basispunkte auf -1,7%.

BEREINIGTES EBIT (2)
Ohne Berücksichtigung von Wertminderungen ging das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern im Geschäftsjahr 2020 um -191,6% auf -352,9 Millionen Euro zurück. 2019 hatte es bei 385,2 Millionen Euro gelegen. Bezogen auf den Umsatz verminderte sich die Konzernmarge damit um  2.520 Basispunkte auf -15,3% gegenüber 9,9% im Jahr 2019. Der Rückgang ist in erster Linie auf das verminderte operative Ergebnis zurückzuführen und in geringerem Maße auf Sondereffekte bei den sonstigen Einnahmen und Ausgaben, wie den Nettoverlust bei der Veräußerung von Russ Outdoor, der sich vor allem aus der ergebniswirksamen Erfassung von Wechselkurseffekten von 39,0 Millionen Euro und Restrukturierungskosten in Höhe von 31,7 Millionen ergab.

Insgesamt wurde 2020 ein Wertminderungsaufwand von 222,3 Millionen Euro verbucht, für den vor allem die Folgen der Corona-Pandemie ursächlich waren: -36,7 Millionen Euro für immaterielle Güter und Sachwerte sowie Drohverlustrückstellungen von -9,4 Millionen Euro und Wertberichtigungen auf Vermögensgegenstände von -0,2 Millionen Euro bei Unternehmen unter gemeinschaftlicher Führung sowie ein Wertminderungsaufwand von -176,0 Millionen Euro für Goodwill, davon -128,0 Millionen Euro für den pazifischen Raum und -48,0 Millionen Euro für das Großflächengeschäft in der Übrigen Welt (2019 war ein Wertminderungsaufwand für Goodwill in Höhe von -10,0 Millionen Euro verbucht worden).
Das bereinigte EBIT nach Wertminderungsaufwendungen ging um -249,4% auf -575,2 Millionen Euro zurück. 2019 hatte es bei 384,9 Millionen Euro gelegen.

FINANZERGEBNIS (3)
Im Geschäftsjahr 2020 beliefen sich die Zinsaufwendungen für Leasingverhältnisse gemäß IFRS 16 auf -118,1 Millionen Euro gegenüber -152,0 Millionen Euro im Vorjahr. Die positive Abweichung von 33,9 Millionen Euro ist vor allem auf Auswirkungen der Vertragsmechanik laufender Verträge zurückzuführen.

Ohne Berücksichtigung der Auswirkungen von IFRS 16 lag das Finanzergebnis für das Geschäftsjahr 2020 bei -40,6 Millionen Euro gegenüber -24,4 Millionen Euro für 2019. Die Differenz von -16,2 Millionen Euro ergab sich hauptsächlich aus den Aufwendungen für Zinszahlungen im Rahmen der Anleihe im Wert von 1,2 Milliarden Euro, die im April 2020 platziert wurde.

EQUITY-BETEILIGUNGEN
Der Nettogewinn aus Unternehmensbeteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, belief sich 2020 auf -1,3 Millionen Euro und lag damit niedriger als 2019 (102,0 Millionen), da sich die Corona-Pandemie negativ auf die Geschäftsaktivitäten der Unternehmen auswirkte.

NETTOGEWINN AUF KONZERNEBENE
2020 wurde ein Nettoverlust auf Konzernebene von -604,6 Millionen Euro verbucht. Im Vorjahr hatte der Nettogewinn bei 265,5 Millionen Euro gelegen.

Ohne Berücksichtigung von Wertminderungsaufwendungen lag der Nettoverlust 2020 bei -393,3 Millionen Euro, während 2019 ein Nettogewinn von 267,3 Millionen Euro verzeichnet worden war. 

BEREINIGTE INVESTITIONEN
Im Geschäftsjahr 2020 beliefen sich die bereinigten Nettoinvestitionen (Erwerb von Sachwerten und immateriellen Gütern abzüglich Veräußerungen) auf 185,0 Millionen Euro. Im Vorjahr hatten sie bei 375,4 Millionen Euro gelegen, was einem Rückgang um -50,7% entspricht. Die Investitionen in die weitere Digitalisierung von Premium-Standorten und für das Roll-Out unserer programmatischen Handelsplattform wurden ebenso fortgesetzt wie unsere IT-Projekte zur Automatisierung unserer Geschäftsprozesse.

BEREINIGTER FREI VERFÜGBARER CASH-FLOW (4)
Der bereinigte frei verfügbare Cash-Flow lag im Geschäftsjahr 2020 bei 161,9 Millionen Euro gegenüber 169,7 Millionen Euro im Vorjahr. Der begrenzte Rückgang ist vor allem auf einen deutlich geringeren Bedarf an Working Capital bei gleichzeitigem straffem Forderungs- und Zahlungsmanagement und deutlich niedrigeren Investitionen im Berichtszeitraum zurückzuführen.

DIVIDENDE
2020 wurde vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie keine Dividende ausgeschüttet, um sowohl Liquidität und Bilanz also auch die finanzielle Flexibilität der JCDecaux-Gruppe zu stärken.

Angesichts des Jahresergebnisses 2020 werden wir den Aktionären auf der nächsten Jahreshauptversammlung am 20. Mai 2021 vorschlagen, keine Dividende auszuzahlen.

NETTOVERSCHULDUNG (5)
Die Nettoverschuldung belief sich zum 31. Dezember 2020 auf 1.086,3 Millionen Euro gegenüber 1.125,0 Millionen Euro am 31. Dezember 2019. Der Rückgang verdankt sich den Maßnahmen, die von der Gruppe zur Abfederung des Umsatzrückgangs und zur Erhaltung der Liquidität getroffen wurden.

NUTZUNGSRECHTE UND LEASINGVERBINDLICHKEITEN, IFRS 16
Die Vermögenswerte aus Nutzungsrechten gemäß IFRS 16 beliefen sich zum 31. Dezember 2020 auf 3.416,5 Millionen Euro gegenüber 4.115,8 Millionen Euro zum 31. Dezember 2019. Ursächlich für den Rückgang waren die Abschreibung von Nutzungsrechten während des Berichtszeitraums sowie die Neuverhandlung von Verträgen und Wechselkurseffekte, denen neue Verträge, Vertragsverlängerungen und Vertragserneuerungen gegenüberstanden.

Die Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 verminderten sich um 608,0 Millionen Euro, von 4.753,8 Millionen Euro zum 31. Dezember 2019 auf 4.145,8 Millionen Euro zum 31. Dezember 2020. Dieser Rückgang entspricht geleisteten und neuverhandelten Leasingzahlungen und Wechselkurseffekten, denen neue Verträge, Vertragsverlängerungen und Vertragserneuerungen gegenüberstanden.

BEREINIGTE KENNZAHLEN
Gemäß dem Rechnungslegungsstandard IFRS 11, den die JCDecaux-Gruppe seit dem 1. Januar 2014 anwendet, müssen Beteiligungen an Unternehmen unter gemeinschaftlicher Führung nach der Equity-Methode bilanziert werden.
Gemäß dem Rechnungslegungsstandard IFRS 16, der seit dem 1. Januar 2019 angewandt wird, muss jede Leasingverbindlichkeit für vertraglich vereinbarte Mietzahlungen in der Bilanz passiviert sowie ein Vermögenswert aus Nutzungsrechten, der über die Dauer des Leasingverhältnisses abgeschrieben wird, aktiviert werden. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die fixen Mietaufwendungen durch die Abschreibung des Nutzungsrechts im EBIT unter dem operativen Ergebnis sowie durch die Erfassung von Aufwendungen für die Leasingverbindlichkeit im Finanzergebnis unter dem EBIT ersetzt. Im Cash-Flow-Statement sind die Auswirkungen von IFRS 16 auf Mietzahlungen im Kerngeschäft und in nicht zum Kerngeschäft gehörenden Geschäftsbereichen berücksichtigt. IFRS 16 hat keine Auswirkungen auf die Position "Auszahlungen", die Begleichung von Verbindlichkeiten (Schuldentilgung) wird allerdings im Cash-Flow aus Finanzaktivitäten verbucht.
Um jedoch weiterhin die Geschäftsrealität der Gruppe abzubilden und unsere Performance transparent zu machen, fließen in unsere operative Berichterstattung, die der Kontrolle der Geschäftsaktivitäten, der Ressourcenallokation und der Messung der Performance dient, die operativen Kennzahlen der Unternehmen, die unter gemeinschaftlicher Führung stehen weiterhin anteilig ein. Zugleich werden in dieser operativen Berichterstattung die Auswirkungen von IFRS 16 auf Leasingverträge in unserem Kerngeschäft (Leasingvereinbarungen für Standorte für Werbeflächen ausgenommen Mietverträge für Immobilien und Fahrzeuge) ausgeklammert.
In der Gewinn- und Verlustrechnung betrifft dies alle Positionen bis zum EBIT. In der Cash-Flow-Rechnung betrifft dies alle Positionen bis zum frei verfügbaren Cash-Flow.
Da IFRS 8 vorschreibt, dass Angaben zu den Geschäftssegmenten in der externen finanziellen Berichterstattung mit den innerhalb der Gruppe verwendeten Informationen übereinstimmen müssen, basieren die in der finanziellen Berichterstattung der Gruppe veröffentlichten Kennzahlen auf den oben genannten internen operativen finanziellen Informationen. Die finanzielle Berichterstattung beruht insofern auf "bereinigten" Zahlen, die auf IFRS übergeleitet werden.

Im Geschäftsjahr 2020 beliefen sich die Auswirkungen von IFRS 11 und IFRS 16 auf die bereinigten Positionen auf:
•    -212,0 Millionen Euro für IFRS 11 auf den bereinigten Konzernumsatz (-402,5 Millionen Euro für IFRS 11 im Geschäftsjahr 2019). Der Konzernumsatz gemäß IFRS belief sich 2020 somit auf 2.099,8 Millionen Euro (3.487,6 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2019).
•    -41,5 Millionen Euro für IFRS 11 und 978,6 Millionen Euro für IFRS 16 auf das bereinigte operative Ergebnis (-123,8 Millionen Euro für IFRS 11 und 1.046,6 Millionen Euro für IFRS 16 im Geschäftsjahr 2019). Das operative Ergebnis gemäß IFRS belief sich 2020 somit auf 1.078,7 Millionen Euro (1.715,0 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2019).
•    -19,7 Millionen Euro für IFRS 11 und 118,9 Millionen Euro für IFRS 16 auf das bereinigte EBIT vor Wertminderungsaufwendungen (-98,7 Millionen Euro für IFRS 11 und 185,0 Millionen Euro für IFRS 16 im Geschäftsjahr 2019). Das EBIT vor Wertminderungsaufwendungen gemäß IFRS belief sich 2020 somit auf -253,7 Millionen Euro (471,6 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2019).
•    -19,5 Millionen Euro für IFRS 11 und 118,9 Millionen Euro für IFRS 16 auf das bereinigte EBIT nach Wertminderungsaufwendungen (-109,4 Millionen Euro für IFRS 11 und 185,0 Millionen Euro für IFRS 16 im Geschäftsjahr 2019). Das EBIT nach Wertminderungsaufwendungen gemäß IFRS belief sich 2020 somit auf -475,8 Millionen Euro (460,6 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2019).
•    8,0 Millionen Euro für IFRS 11 auf die bereinigten Nettoinvestitionen (15,1 Millionen Euro für IFRS 11 im Geschäftsjahr 2019). Die Nettoinvestitionen gemäß IFRS beliefen sich 2020 somit auf -176,9 Millionen Euro (-360,3 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2019).
•    16,0 Millionen Euro für IFRS 11 und 533,2 Millionen Euro für IFRS 16 auf den bereinigten frei verfügbaren Cash-Flow (19,9 Millionen Euro für IFRS 11 und 950,3 Millionen für IFRS 16 im Geschäftsjahr 2019). Der frei verfügbare Cash-Flow gemäß IFRS belief sich somit 2020 auf 711,2 Millionen Euro (1.139,9 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2019).
Eine vollständige Überleitung der bereinigten Kennzahlen auf IFRS findet sich auf Seite 9 dieser Information.

ANMERKUNGEN
(1)    Operatives Ergebnis: Umsatz abzüglich der direkten betrieblichen Aufwendungen (außer Wartung/Ersatzteile) abzüglich der allgemeinen Betriebsaufwendungen (SG&A-Aufwendungen).
(2)    EBIT: Ergebnis vor Zinsen und Steuern = Operatives Ergebnis abzüglich Abschreibung, Amortisierung und Rückstellungen, abzüglich Goodwill-Abschreibung, abzüglich Wartungs- und Ersatzteile, abzüglich aller sonstigen Einnahmen und Ausgaben. 
(3)    Finanzergebnis: Ohne den Effekt der Diskontierung und Neubewertung finanzieller Verbindlichkeiten aus Kaufoptionen für Anteile ohne beherrschenden Einfluss (-2,1 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2020 gegenüber -12,0 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2019).
(4)    Frei verfügbarer Cash-Flow: Betrieblicher Netto-Cash-Flow abzüglich der Netto-Investitionsausgaben (materielle und immaterielle Vermögenswerte) und abzüglich Veräußerungen.
(5)    Nettoverschuldung: Verschuldung abzüglich der liquiden Mittel ohne Kontokorrentkredite, ausgenommen die unbaren Auswirkungen von IAS 32 (finanzielle Verbindlichkeiten aus Kaufoptionen für Anteile ohne beherrschenden Einfluss) und einschließlich der unbaren Auswirkungen von IFRS 9 auf Kreditderivate und Finanzderivate zu Sicherungszwecken, ausgenommen Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16.

ORGANISCHES WACHSTUM
Das organische Wachstum entspricht dem bereinigten (Non-IFRS) Umsatzwachstum ohne die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen und Änderungen des Konsolidierungskreises. Zur Eliminierung von Wechselkurseffekten werden die Umsätze des Berichtszeitraums zu den durchschnittlichen Wechselkursen des Vergleichszeitraums des Vorjahres umgerechnet, während die Umsätze des Vergleichszeitraums unverändert bleiben. Veränderungen des Konsolidierungskreises werden zeitanteilig berücksichtigt. Umsatzveränderungen, die durch den Abschluss neuer Verträge oder das Auslaufen oder Wegfallen bestehender Verträge zustande kommen, werden als organisches Wachstum erfasst.
Mio. Euro Q1Q2Q3Q4Gesamtjahr
       
Bereinigter Umsatz 2019 (a)840,01.002,3925,81.122,03.890,2
       
Umsatz 2020 gemäß IFRS (b)658,2310,4495,0636,22.099,8
IFRS 11-Effekte(c)65,441,546,258,9212,0
Bereinigter Umsatz 2020(d) = (b) + (c)723,6351,8541,2695,12.311,8
Wechselkurseffekte(e)1,78,015,522,247,4
Umrechnung bereinigter Umsatz 2020 auf Wechselkurse 2019(f) = (d) + (e)725,3359,9556,7717,32.359,2
Veränderungen im Konsolidierungskreis(g)(2,3)7,018,424,847,9
Bereinigter organischer Umsatz 2020(h) = (f) + (g)723,0366,8575,2742,12.407,1
       
Organischer Umsatz(i) = (h) / (a)-13,9%-63,4%-37,9%-33,9%-38,1%
Mio. EuroWechselkurseffekte Stichtag 31. Dezember 2020
  
BRL12,5
USD4,8
RMB4,7
AUD3,7
Andere21,7
  
Gesamt47,4
Durchschnittlicher WechselkursGesamtjahr 2020Gesamtjahr 2019
   
BRL0,16970,2266
USD0,87550,8933
RMB0,12700,1293
AUD0,60430,6208
Nächste Information:
Umsatzzahlen für das 1. Quartal 2021: 18. Mai 2021 (nach Börsenschluss)
Jahreshauptversammlung am 20. Mai 2021
Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Pressemitteilung kann zukunftsgerichtete Aussagen enthalten. Diese Aussagen sind nicht als Garantien zukünftiger Entwicklungen und Ergebnisse des Unternehmens zu verstehen. Obwohl solche zukunftsgerichteten Aussagen auf Annahmen und Einschätzungen beruhen, die das Unternehmen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung als realistisch ansieht, beinhalten sie naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse können aufgrund dieser Risiken und Unsicherheitsfaktoren von den in den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Entwicklungen und Ergebnissen abweichen.
Solche Risiken und Unsicherheitsfaktoren umfassen, ohne auf diese beschränkt zu sein, die Risikofaktoren, die im Jahresbericht des Unternehmens dargestellt sind, der bei der französischen Finanzmarktaufsicht Autorité des Marchés Financiers hinterlegt ist.
Investoren und Aktionäre des Unternehmens können diesen Jahresbericht... anfordern oder direkt über die Website des Unternehmens www.jcdecaux.com abrufen.
Das Unternehmen ist weder verpflichtet noch übernimmt es eine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren oder an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

ÜBERLEITUNG DER BEREINIGTEN KENNZAHLEN AUF IFRS
 
Gewinn- und Verlustrechnung20202021
Mio. €BereinigtAnteil der Unter-nehmen unter gemeinschaftlicher FührungAuswirkungen von IFRS 16 auf kontrollierte Unternehmen(1) IFRSBereinigtAnteil der Unternehmen unter gemeinschaftlicher FührungAus-wirkun-gen von IFRS 16 auf kontrol-lierte Unter-nehmen(1)IFRS(2)
Umsatzerlöse2.311,8(212,0)-2.099,83.890,2(402,5)-3.487,6
Betriebskosten(2.170,2)170,5978,6(1.021,1)(3.098,0)278,71.046,6(1.772,7)
Operatives Ergebnis141,6(41,5)978,61.078,7792,2(123,8)1.046,61.715,0
Ersatzteile(47,1)1,2-(46,0)(41,6)1,1-(40,5)
Abschreibungen und Rückstellungen (netto)(367,6)21,3(868,4)(1.214,7)(358,1)23,5(924,7)(1.259,3)
Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen(79,8)(0,6)8,7(71,8)(7,2)0,563,156,4
EBIT vor Wertminderungsaufwand(352,9)(19,7)118,9(253,7)385,2(98,7)185,0471,6
Wertminderungsaufwand(3)(222,3)0,2-(222,1)(0,3)(10,7)-(11,0)
EBIT nach Wertminderungsaufwand(575,2)(19,5)118,9(475,8)384,9(109,4)185,0460,6
 (1) Auswirkungen von IFRS 16 auf Verträge im Kerngeschäft kontrollierter Unternehmen.
(2) Die IFRS-Vergleichszahlen für 2019 sind retrospektiv der Entscheidung des IFRS IC zur Leasingdauer angepasst. Für die 2019 veröffentlichten Kennzahlen bedeutet dies eine Steigerung des operativen Ergebnisses um 0,7 Millionen Euro, die auf eine Verminderung der Aufwendungen für fixe Mieten und Entgelte unter "Betriebskosten" zurückzuführen ist, und einer Erhöhung der Abschreibungen auf Nutzungsrechte unter "Abschreibungen und Rückstellungen (netto)" um -0,7 Millionen Euro. Die Anpassung hat keine Auswirkungen auf das EBIT.
(3) Einschließlich Netto-Wertminderungsaufwendungen von Unternehmen unter gemeinschaftlicher Führung.

 
Cash-Flow-Rechnung20202021
Mio. €BereinigtAnteil der Unter-nehmen unter gemeinschaftlicher FührungAuswirkungen von IFRS 16 auf kontrollierte Unter-nehmen(1)IFRSBereinigtAnteil der Unter-nehmen unter gemeinschaftlicher FührungAuswirkungen von IFRS 16 auf kontrollierte Unternehmen(1)IFRS(2)
Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit ohne Wartungskosten(56,2)35,8671,2650,7550,8(4,9)948,11.494,0
Veränderungen im Bedarf an Working Capital403,0(27,8)(137,9)237,4(5,8)9,72,26,2
Netto Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit346,88,0533,2888,1545,14,8950,31.500,2
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit(185,0)8,0-(176,9)(375,4)15,1-(360,3)
Frei verfügbarer Cash-Flow161,916,0533,2711,2169,719,9950,31.139,9
(1) Auswirkungen von IFRS 16 auf Verträge im Kerngeschäft und in nicht zum Kerngeschäft gehörenden Bereichen kontrollierter Unternehmen.
(2) Die IFRS-Vergleichszahlen für 2019 sind retrospektiv der Entscheidung des IFRS IC zur Leasingdauer angepasst. Für die 2019 veröffentlichten Kennzahlen bedeutet dies eine Erhöhung des Cash-Flows aus betrieblicher Tätigkeit ohne Wartungskosten und des frei verfügbaren Cash-Flows um jeweils 0,7 Millionen Euro.


 

Kennzahlen

Kennzahlen der JCDecaux-Gruppe:
 
  • Umsatz im Geschäftsjahr 2020: 2.312 Millionen Euro
  • Präsenz in 3.890 Städten mit über 10.000 Einwohnern
  • Erreicht täglich mehr als 890 Millionen Menschen in über 80 Ländern
  • 13.210 Mitarbeiter
  • Marktführer für öffentliche Fahrradverleihsysteme; Pionier sanfter Mobilität
  • Erstes Außenwerbeunternehmen in der RE 100 (Selbstverpflichtung auf 100% erneuerbare Energien)
  • JCDecaux ist in der Eurolist der Euronext Paris gelistet und wird im Index Euronext 100 und im Euronext Family Business geführt
  • JCDecaux ist für seine nicht-finanzielle Performance im FTSE4Good Index und in den MSCI- und CDP "A List"-Rankings gelistet
  • 1.061.630 Werbeflächen weltweit
  • Weltweit die Nr.1 im Bereich Stadtmöblierung (517.800 Werbeflächen)
  • Weltweit die Nr.1 im Bereich Transportmedien an über 160 Flughäfen und mit 270 Verträgen in der U-Bahn, Bus-, Bahn- und Straßenbahnwerbung (379.970 Werbeflächen)
  • Europaweit die Nr.1 in der Großflächenwerbung (136.750 Werbeflächen)
  • Nr. 1 der Außenwerbung in Europa (636.620 Werbeflächen)
  • Nr.1 der Außenwerbung im asiatisch-pazifischen Raum (260.700 Werbeflächen)
  • Nr. 1 der Außenwerbung in Lateinamerika (69.490 Werbeflächen)
  • Nr. 1 der Außenwerbung in Afrika (22.760 Werbeflächen)
  • Nr. 1 der Außenwerbung im Nahen Osten (15.510 Werbeflächen)

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