Berlin CT
09.11.2017 | Stadtmöblierung, Unternehmen

Ausfallquote in Höhe von 24% an öffentlichen WCs? Berliner Unternehmen Wall nimmt Stellung

Stadtmöblierer korrigiert Zahl der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz auf 6% - Unternehmen stellt häufigste Störungsursachen an öffentlichen Toilettenanlagen vor

Heute um 11 Uhr lud das Berliner Unternehmen Wall zum Pressegespräch in den Prenzlauer Berg ein. Am dortigen Helmholtzplatz unterhält Wall seit 2011 eine vollautomatische City-Toilette, die in diesem Jahr traurige Berühmtheit erlangte: Innerhalb weniger Monate wurde sie im ersten Halbjahr 2017 zweimal durch mutwillige Brandstiftung komplett zerstört. Wall sorgte dennoch auf Wunsch des zuständigen Bezirksamts und auf eigene Kosten jedes Mal für den Aufbau einer neuen Toilettenanlage und pflegt diese weiterhin im vollen Umfang. Patrick Möller, Geschäftsführer Städtemarketing & Service, zur Situation vor Ort: „Diese Toilette ist sicherlich ein extremes Beispiel für Vandalismus im öffentlichen Raum. Gleichwohl: die Anlage ist auch weiterhin regelmäßig von mutwilligen Verschmutzungen und Beschädigungen betroffen, wie weitere Anlagen im Berliner Stadtgebiet auch. Da können wir unsererseits nicht mehr tun, als immer wieder den ordnungsgemäßen Zustand herzustellen und dahingehend Präsenz zu zeigen, dass wir Vandalismus nicht einfach hinnehmen. Wir haben dem Land Berlin ein Qualitätsversprechen gegeben und dafür stehen wir bis zum letzten Tag unseres Vertrags ein, ganz egal wie hoch der Aufwand ist. Wir reagieren sofort und fragen nicht nach dem Verursacher oder einem Kostenträger auf Seiten von Stadt oder Bezirk.“ Anlass für den heutigen Pressetermin war eine Aussage der für die öffentlichen Toiletten zuständigen Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) im Rahmen einer Pressekonferenz am 1. August 2017, wonach die Wall-Toiletten in Berlin eine dauerhafte Ausfallquote in Höhe von 24% aufweisen würden.

Im Rahmen des heutigen Termins stellte das Unternehmen klar, dass diese Zahl nicht zutreffend ist: „Natürlich gibt es eine Ausfallquote an unseren Anlagen, das bestreitet niemand. Die Ursachen für Ausfälle sind dabei vielfältig, das reicht von einfacher technischer Störung bis hin zu schwerem Vandalismus. Aber: Wenn wir den Zeitraum ab Jahresbeginn bis heute betrachten, so liegt unser Ausfall bei gerade einmal rund 6%“, so Geschäftsführer Patrick Möller. „Wir können die Zahlen der Senatsverwaltung nicht nachvollziehen. Alle Toiletten sind rund um die Uhr mit unserer Leitstelle verbunden und wir haben immer im Blick, welche Anlage funktioniert oder gestört ist, können dies auch tages- und uhrzeitgenau nachvollziehen. Unsere Kolleginnen und Kollegen leisten täglich auf den Straßen Berlins herausragende Arbeit. Und daher ist es uns wichtig, diese falsche Zahl auch öffentlich zu korrigieren, da sie nicht unserem tatsächlichen Qualitätsstandard und dem Selbstbewusstsein unserer Mitarbeiter entspricht.“

Mitarbeiter des Teams City-Toiletten/ Öffentliche Toiletten von Wall demonstrierten am Helmholtzplatz anschaulich, wie die vollautomatischen Toilettenanlagen des Unternehmens funktionieren, welche manuellen Reinigungsschritte durch Wall täglich zusätzlich vollzogen werden und welche Herausforderungen die Reinigungskräfte tagtäglich in Berlin zu bewältigen haben. Sven Eigner, Mitarbeiter dieses Teams bei Wall, verwies hierbei insbesondere auf einige sogenannte Problem-Standorte, wo man mit der Drogenszene ebenso wie mit zunehmender Obdachlosigkeit zu kämpfen habe: „Es gibt Toiletten-Standorte in Berlin, die von Drogenabhängigen regelmäßig genutzt werden. Das ist für uns aus mehrfacher Sicht problematisch: Zum einen haben wir es mitunter mit aggressiv auftretenden Menschen zu tun, zum anderen werden benutzte Spritzbestecke und weitere Utensilien zurückgelassen, die ein Verletzungs- bzw. Infektionsrisiko bedeuten können. Und auch die steigende Obdachlosigkeit ist eine Herausforderung für uns, denn häufig werden die Türen der Anlagen gewaltsam blockiert oder aufgedrückt, um nachts einen trockenen, warmen Schlafplatz zu haben. Das ist zwar menschlich nachvollziehbar, aber leider hinterlässt nicht jeder Schlafgast die Toilette dann am nächsten Morgen in einem annehmbaren Zustand. Und dieser Zustand fällt dann wiederum auf uns als Unternehmen zurück, deren Anlage angeblich nicht gereinigt wurde.“ Patrick Möller ergänzt: „Diese Herausforderung stellt sich in jeder deutschen Großstadt, das ist kein reines Berliner Thema. Was wir in Berlin aber in den vergangenen 24 Jahren unter Beweis gestellt haben ist, wie eine öffentliche Toiletteninfrastruktur dauerhaft qualitativ hochwertig betrieben werden kann. Unser ganzheitlicher Ansatz beweist, wie eine Metropole rund um die Uhr für saubere und sichere Anlagen sorgen kann. An unserer Servicequalität gab es bislang keine Kritik, sondern im Gegenteil viel Lob und Anerkennung. Das hat erst jüngst eine bundesweite Umfrage bestätigt: die Berlinerinnen und Berliner sind überdurchschnittlich zufrieden mit ihren öffentlichen WCs." Der Vertrag von Wall über den Betrieb der öffentlichen Toilettenanlagen in Berlin läuft zum 31. Dezember 2018 aus. Eine Ausschreibung über den ab 2019 zu leistenden Betrieb wurde bislang nicht veröffentlicht.

Pressekontakt: Frauke Bank Leiterin Unternehmenskommunikation/ Pressesprecherin Tel.: +49 30 33899-381, Mobil: +49 170 7815306 E-Mail: frauke.bank@wall.de www.wall.de

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